Neue Identität im Bestand

Typologie

Neugestaltung der Erdgeschosszone eines 1970er-Jahre-Baus: Eine moderne Vorhangfassade schafft einen klaren Eingang und stärkt die Identität

Zeitraum

Die Umbaumaßnahme fand im Sommer 2026 statt

Aufgabe

Der sensible Umgang mit bestehender Architektur stand im Mittelpunkt der Neugestaltung der Erdgeschosszone eines Wohn- und Geschäftshauses aus den 1970er-Jahren. Die markante, über Eck abgetreppte Fassadenstruktur des brutalistisch geprägten Bestands sollte dabei nicht überformt, sondern durch einen klaren und zeitgemäßen Eingriff neu gefasst werden.

Für den Drogeriemarkt im Erdgeschoss entstand eine eigenständige Eingangssituation, die Markenidentität, Orientierung und eine harmonische Einbindung in den Bestand miteinander verbindet. Eine auskragende Stahlunterkonstruktion bildet die Grundlage für eine neue Vorhangfassade. Sie beruhigt den bestehenden Fassadenverlauf, fasst die Gebäudeecke rechtwinklig und bildet zugleich ein großzügiges Vordach über dem Eingang. Der Wechsel von monolithischem, verwittertem Grau der aufgehenden Bestandsfassade zu einer zweifarbigen, glatten Verkleidung gliedert die Front neu. Helle, großformatige Paneele fassen das auskragende Vordach, während tief anthrazitfarbene Elemente die tragenden Säulen und die Fensteranlage und damit den Blick in das Ladeninnere optisch umrahmen.

Integrierte Einbaustrahler an der auskragenden Untersicht schaffen einen geschützten und gut wahrnehmbaren Vorbereich. Die abgerundete Formensprache im Bereich der Fensteranlage setzt einen bewussten Kontrapunkt zur klaren Geometrie der neuen Fassadenebene und konzentriert den Blick auf den Eingang.

Leistungen: HOAI Leistungsphasen 1 -8