Tradition trifft moderne Bauelementierung: Nachverdichtung im ländlichen Kontext.
Bauen im Bestand – insbesondere in historischen Hofanlagen – stellt höchste Anforderungen an Logistik, Planung und ökologische Verantwortung. Die Herausforderung: Moderne Wohnqualität in eine gewachsene landwirtschaftliche Struktur zu integrieren, ohne den Charakter des Ortes zu verfälschen.
Die aktuellen Bilder unserer Baustelle zeigen die Montage der großformatigen Holzrahmenelemente. Hier setzen wir bewusst auf den Holzbau statt eines massiven Rohbaus aus Stein und Beton, um den CO2-Fußabdruck des Projekts signifikant zu senken.
Warum wir uns hier für einen hohen Vorfertigungsgrad und moderne Bauelementierung entschieden haben:
- Präzision & Passgenauigkeit: Digitale Planung (BIM) ermöglicht es, die Elemente millimetergenau vorzufertigen. Dies ist essenziell, um die neue Kubatur exakt in die teils unregelmäßigen Bestandsstrukturen einzupassen.
- Bauzeitreduktion: Die Montage der Rohbauhülle erfolgt innerhalb weniger Tage. Dies minimiert die Belastung für die Umgebung und das Wetterrisiko für den Bestand.
- Zirkuläres Bauen: Ein Highlight ist die Wiederverwendung historischer Feldbrandsteine aus einem vorangegangenen Abriss. Diese werden als nicht-tragende Elemente integriert und bilden die materielle Brücke zwischen Historie und Moderne.
Ein Projekt, das zeigt, wie zeitgemäße Architektur den ländlichen Raum nachhaltig weiterentwickeln kann.





