Bestand bewahren. Gemeinschaft schaffen.

Wie kann aus einer ehemaligen landwirtschaftlichen Doppelhalle ein neuer Ort zum Wohnen und Zusammenleben entstehen – und dabei der Charakter des Bestands erhalten bleiben?

Beim Soerser Generationenfest am 27.09.2026 hatten wir die Gelegenheit, unsere Planung für die Umnutzung der bestehenden Halle zu gemeinschaftlichem, seniorengerechtem Wohnen vorzustellen und das Konzept gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit vor Ort zu erläutern.

Im Mittelpunkt unserer Planung steht ein behutsamer Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und die Idee einer experimentellen Wohnform gegen die Einsamkeit im Alter. Die bestehende Tragstruktur und der landwirtschaftlich geprägte Charakter der Halle bleiben erhalten. Gezielte neue Öffnungen sorgen künftig für mehr Tageslicht und Außenbezug. Im Inneren entsteht ein neuer Hof, um den sich großzügig verglaste Bereiche der Wohngemeinschaften orientieren und der zum gemeinschaftlichen Mittelpunkt des Gebäudes werden soll.

Auch von außen bleiben die Eingriffe bewusst zurückhaltend: Kleine Gauben und Dachanhebungen unterstützen Belichtung und Erschließung, während die prägende Giebelseite weitgehend unangetastet bleibt.

Für uns ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie Weiterbauen im Bestand funktionieren kann: vorhandene Qualitäten erkennen, Ressourcen bewahren und mit gezielten architektonischen Eingriffen und nicht zuletzt einem mutigen Bauherrn die Grundlage für eine neue Nutzung und neue Gemeinschaft schaffen.

Vielen Dank für die interessanten Gespräche und den schönen gemeinsamen Rahmen zur Vorstellung des Projekts.

Soerser Generationenfest
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